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FFH-Gebiet Nr. 31 "Moorberg und Ziegenbeil nördlich Battgendorf" LIFE Managementplanung

  • Projektgebiets-Nr.

    6

    EU-Nr.

    4733-302

    Landkreis

    Sömmerda

    Flächengröße in ha

    121

    Trockenrasenlebensräume gesamt in ha

    ca. 18

    Subpannonische Steppenrasen in ha

    ca. 1

    Weiterer Schutzstatus

    Geschützter Landschaftsbestandteil (GLB) „Moorberg bei Battgendorf

    Charakteristik

    Die Hügel am nordöstlichen Rand des Thüringer Beckens weisen submediterrane Trocken- und Halbtrockenrasen sowie kleinflächig subpannonische Steppenrasen auf, die sich durch langjährige Beweidung und Streuobstnutzung entwickelten. Aufgelassene Bereiche werden von Trockengebüschen eingenommen. Die Hügel bestehen aus Gipskeuper (Grabfeld- und Weser-Formation) und Schilfsandstein (Stuttgart-Formation), die in Plateaulage von Kiesen, Sanden und Bändertonen des Elster-Glazials bedeckt sind. Besonders lohnenswert ist ein Blick in die ehemalige Sandgrube im Ostteil des Moorberges. Dort stehen ca. 6 Meter grauer unterer Schilfsandstein und ca. 10 Meter rotvioletter, schräggeschichteter Sandstein des oberen Schilfsandsteins an. Am Oberhang ist eine Schotterdecke zu sehen, die vorwiegend aus glazial verfrachteten Muschelkalk besteht. In ihrem obersten Teil sind Bändertone in kleinen Wasserrissen aufgeschlossen.

    Arten

    Als typische Arten der kontinentalen Steppenrasen kann man den Steppen-Spitzkiel (Oxytropis pilosa), den Dänischen Tragant (Astragalus danicus) und die Graue Skabiose (Scabiosa canescens) finden. Sie stehen oft eng verzahnt mit submediterran verbreiteten Pflanzen, wie der Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata), dem Gefleckten Ferkelkraut (Hypochaeris maculata) oder dem Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense).

    Die angrenzenden Ackerbereiche beeindrucken mit einer besonders arten- und individuenreichen Segetalflora, wie dem Dreihörnigen Labkraut (Galium tricornutum), dem Flammen- und Sommer-Adonisröschen (Adonis flammea, A. aestivalis), dem Ackerkohl (Conringia orientalis) oder dem Acker-Schwarzkümmel (Nigella arvensis), der in manchen Jahren mit mehreren Hundert Exemplaren auftritt. Die bunten Ackerwildkrautsäume sind als Nahrungsquelle für die Insekten der Trockenrasen von hoher Bedeutung.

    Auch aus faunistischer Sicht ist das inselartige Gebiet hoch interessant. Es kommen zahlreiche wärmeliebende und in ihrem Bestand gefährdete Arten, wie die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) oder der Kleine Esparsetten-Bläuling (Polyommatus thersites) vor. Wer genau hinschaut, kann den purpurn-leuchtenden Leib der Roten Röhrenspinne (Eresus niger) entdecken, die ihre Erdröhren bevorzugt an sonnigen Hanglagen mit geringer Vegetation anlegt. In den offenen Bereichen der Sandgrube finden zahlreiche erdbewohnende Wildbienenarten geeignete Habitate.

    Karte (263.0 kB) 

     

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