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FFH-Gebiet Nr. 54 "Seeberg - Siebleber Teich" LIFE Managementplanung

  • Projektgebiets-Nr.

    11

    EU-Nr.

    5030-301

    Landkreis

    Gotha

    Flächengröße in ha

    581

    Trockenrasenlebensräume gesamt in ha

    ca. 38

    Subpannonische Steppenrasen in ha

    ca. 4

    Weiterer Schutzstatus

    Charakteristik

    Das Gebiet wird durch einen am Südwestrand des Thüringer Beckens gelegenen vorwiegend bewaldeten Höhenzug, der aus Gesteinen des Muschelkalks und Keupers sowie (kleinflächig) des Jura besteht. Nördlich schließt sich ein Feuchtgebietskomplex aus verlandenden Teichen an. Die vielfältigen naturräumlichen Gegebenheiten und Nutzungen spiegeln sich in einem kleinräumig wechselnden Biotopmosaik wieder. Von besonderer Bedeutung sind die zahlreichen bereits verfallenen Steinbrüche zur Gewinnung von Sandstein, Kalk und Gips. Der Abbau des hochwertigen Seeberger Rätsandsteins (Oberer Keuper) begann bereits sehr früh. So wurden aus ihm z. B. die Wartburg, der Erfurter Dom und Schloss Friedenstein bei Gotha errichtet. Bis Mitte des 19. Jh. wurde der Seeberg intensiv als Hutungsfläche genutzt und war nahezu waldfrei. Heute findet man flächige Laubmisch- und Nadelwälder, wobei besonders an den Südhängen auch naturnahe Eichentrockenwälder anzutreffen sind. Teile des Seebergs werden zudem als Standortübungsplatz der Bundeswehr genutzt. Vor allem dort sowie an den Hängen der „Heiligen Lehne“ und der „Steppenheide“ südwestlich von Seebergen blieben kontinentale und submediterrane Halbtrockenrasen erhalten. Kleinflächig treten auch „Badlands“ auf, z. B. am Südosthang des Großen Seebergs unterhalb der Breiten Trift (siehe dazu: Nationaler Geopark Thüringen – Inselsberg – Drei Gleichen).

    Arten

    Hauptsächlich sind submediterran verbreitete Pflanzen wie das Mittlere Vermeinkraut (Thesium linophyllum), die Elsässer-Sommerwurz (Orobanche alsatica), die Goldhaar-Aster (Aster linosyris), die Weiße Braunelle (Prunella laciniata) oder der Große Klappertopf (Rhinanthus serotinus) vertreten. Im Mai und Juni, zur Blütezeit der Orchideen kann man außerdem die Bienen- und Fliegenragwurz (Ophrys apifera, O. insectifera) und ab August die Herbstwendel-Orchis (Spiranthes spiralis) entdecken. An den Gipsbrüchen des Kleinen Seebergs (Mittlerer Muschelkalk) ist auch der Gelbe Hornmohn (Glaucium flavum) zu finden. Kontinentale Halbtrockenrasen trifft man am Seeberg ausschließlich an besonders wärmebegünstigten und stark austrocknenden Standorten mit Arten wie dem Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis), dem Haar-Pfriemengras (Stipa capillata), der Sand-Esparsette (Onobrychis arenaria) und dem Dänischen Tragant (Astragalus danicus). Nur noch reliktartig treten im Bereich der „Breiten Trift“ auf dem Großen Seeberg Sandtrockenrasen mit Ähren-Blauweiderich (Pseudolycimachion spicatum) und Spitzflügeligen Kreuzblümchen (Polygala vulgaris ssp. oxyptera) auf. 

    Besonders in den offenen Bereichen der Steinbrüche können Steinschmätzer (Oenathe oenanthe) oder Wendehals (Jynx torquilla) und mit etwas Glück auch der Uhu (Bubo bubo) beobachtet werden. Außerdem kann man seltene wärmeliebende Heuschrecken wie die Rotflügelige Schnarrschrecke (Psophus stridulus) und die Gefleckte Keulenschrecke (Myrmeleotettix maculatus) oder Falter wie die Rostbinde (Hipparchia semele) sehen.

    Karte (476.5 kB) 

     


Pflege- und Entwicklungsplan für Projektgebiet  (PG) 11 "Seeberg - Siebleber Teich" (4,9 MB)

Karten PG 11 (PDF-Dateien, PDF-Dateien im ZIP-Archiv)

1. Schutzgebiete

Schutzgebietskarte PG 11 im Text des Pflege- und Entwicklungsplanes 

2. Biotoptypen

Biotoptypenkarte PG 11 (1,5 MB)

3. Lebensraumtypen (LRT)

LRT Karte PG 11 (2 MB)

4. Flora

erhältlich auf Anfrage bei TLUBN

5. Maßnahmen

2 Maßnahmenkarten PG 11 (2,8 MB)

6. Beweidungskonzept

Beweidungskarte PG 11 (7,3 MB)


Maßnahmeblätter für 12 Behandlungseinheiten (BE) im PG 11
Herunterladen PDF-Datei (259 MB)

Begriffserläuterung
Behandlungseinheiten (BE): Flächen, für welche die gleiche Dauerpflege oder -nutzung geplant ist und die sich räumlich dazu eignen, werden zu BE zusammengefasst. Dies kann ggf. auch unter Einbeziehung von Nicht-Lebensraumtypen(entwicklungs)flächen geschehen. Für jede BE werden aus dem Fachinformationssystem FIS Naturschutz Maßnahmeblätter generiert.
Hinweis: Die fehlenden BE-Nummern 1, 5, 6, 12, 14 und 16-18 wurden mit anderen BE zusammengelegt oder gelöscht.


Im Pflege- und Entwicklungsplan werden die Maßnahmen für Steppenrasen und andere mit ihnen verzahnte Grünland- Lebensraumtypen beschrieben. Alle weiteren Natura-2000-Schutzgüter des Offenlandes werden im ergänzenden Managementplan (Fachbeitrag Offenland) für das Gebiet berücksichtigt.

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  • Hinweis zum Inhalt dieser Themenkarte:
    Geöffnet wird die Kartendarstellung dieses FFH-Gebiets in seiner vollen Ausdehnung. Es werden die Geodaten der Managementplanung im Offenland des FFH-Gebietes/SPA dargestellt (LRT, Habitate, Maßnahmen und Behandlungseinheiten). Durch Anklicken des gewünschten Legendenthemas auf der linken Seite werden Ihnen themenspezifisch weitere Optionen, z.B. Erläuterungen zum Thema, Filter und Datenexport angeboten.
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