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FFH-Gebiet Nr. 42 "Brembacher Weinberge - Klausberg - Scherkonde" LIFE Managementplanung

  • Projektgebiets-Nr.

    8

    EU-Nr.

    4833-301

    Landkreis

    Sömmerda

    Flächengröße in ha

    144

    Trockenrasenlebensräume gesamt in ha

    ca. 39

    Subpannonische Steppenrasen in ha

    ca. 26

    Weiterer Schutzstatus

    Naturschutzgebiet (NSG) Nr. 71 „Brembacher Weinberge“

    Charakteristik

    Das Gebiet umfasst einen vielfältigen Biotopkomplex aus kontinentalen und submediterranen Trocken- und Halbtrockenrasen, durchsetzt mit Felsfluren und Trockengebüschen sowie Feuchtbiotopen in der Bachaue der Scherkonde am südlichen Hangfuß. Die über Jahrhunderte andauernden Einflüsse menschlicher Nutzungen schufen - neben natürlichen Hangdellen - ein abwechslungsreiches Kleinrelief mit Weinbergs- und Ackerterrassen, Steinwällen sowie ehemaligen Gipsabbaustellen. Dieser Strukturreichtum förderte die Entwicklung eines bemerkenswerten Arteninventars.

    Bei bereits durchgeführten Entbuschungen konnten ehemalige Weinbergsmauern und alte Obstgehölze am Klausberg bei Vogelsberg als Zeugnisse der früheren Nutzung wieder freigestellt werden.

    Arten

    Typische Arten der Steppenrasen sind der Steppen-Spitzkiel (Oxytropis pilosa), das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis), das Haar-Pfriemengras (Stipa capillata), das Echte Federgras (Stipa pennata), die Graue Skabiose (Scabiosa canescens), die Große Graslilie (Anthericum liliago) sowie die Schmalblütige Traubenhyazinthe (Muscari tenuiflorum), auch Weinbergs-Träubel genannt.

    Von besonderer Bedeutung sind die Vorkommen der Panzer-Sommerwurz (Orobanche artemisiae-campestris), die den Feld-Beifuß (Artemisia campestris) parasitiert sowie der Distel-Sommerwurz (Orobanche reticulata) deren Wirtspflanzen u. a. Kratzdisteln (Cirsium spec.) und Skabiosen-Arten (Scabiosa spec.) sind.

    Die wärmegetönten Hänge bieten außerdem Lebensraum für zahlreiche thermophile Insekten, wie der Blauflügeligen Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens), dem Kleinen Esparsetten-Bläuling (Polyommatus thersites) und dem Quendel-Bläuling (Scolitantides baton) sowie für viele Vogelarten, wie dem Grünspecht (Picus viridis), der Grauammer (Emberiza calandra) und dem Wendehals (Jynx torquilla), welche die offenen Flächen zur Insektenjagd nutzen.

    Karte (401,2 kB)

     

Karten PG 8 (PDF-Dateien, PDF-Dateien im ZIP-Archiv)

1. Schutzgebiete

Schutzgebietskarte PG 8 (1,1 MB)

2. Biotoptypen

3 Biotoptypenkarten PG 8 (1,8 MB)

3. Lebensraumtypen (LRT)

3 LRT Karten PG 8 (1,8 MB)

4. Flora

erhältlich auf Anfrage beim TLUBN

5. Maßnahmen

3 Maßnahmenkarten PG 8 (1,8 MB)

6. Beweidungskonzept

3 Beweidungskarten PG 8 (12,4 MB)

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